Anschrift

Alwine Stiftung - in Würde altern Marktplatz 18 69469 Weinheim

Altersarmut - Was ist das?

Verkürzt wird von Altersarmut gesprochen, wenn die Ruhestandsbezüge wie Rente oder Pension nicht dazu ausreichen, den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln zu bestreiten. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der über 65-jährigen in Deutschland, die nur mit Unterstützung des Staates leben können, ständig gewachsen. Allein, die statistische Erfassung gibt ein unzureichendes Bild. Denn nicht erfasst sind alte Menschen, die aus Unkenntnis oder Scham die ihnen zustehenden Unterstützungsleistungen nicht abfordern. Es existiert also eine beträchtliche Grauzone.

Altersarmut - Was ist das?

Verkürzt wird von Altersarmut gesprochen, wenn die Ruhestandsbezüge wie Rente oder Pension nicht dazu ausreichen, den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln zu bestreiten. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der über 65-jährigen in Deutschland, die nur mit Unterstützung des Staates leben können, ständig gewachsen. Allein, die statistische Erfassung gibt ein unzureichendes Bild. Denn nicht erfasst sind alte Menschen, die aus Unkenntnis oder Scham die ihnen zustehenden Unterstützungsleistungen nicht abfordern. Es existiert also eine beträchtliche Grauzone.

Altersarmut definiert die Europäische Gemeinschaft wie folgt:

  • Maximal 60 Prozent des Medianeinkommens - armutsgefährdet
  • 2013 waren 60 Prozent 1003,02 Euro in Deutschland
  • Maximal 40 Prozent des Medianeinkommens - arm
  • 40 Prozent des verfügbaren Einkommens in Deutschland
    betrug 668,68 Euro
  • Oftmals wird in den Medien und der Politik auch dann von Armut
    gesprochen, wenn das monatliche Einkommen unter 900 Euro liegt

Wer ist von Altersarmut bedroht?

Besonders bedroht von Altersarmut sind Frauen: Zum einen verdienen sie bei gleicher Arbeit oft weniger als ihre männlichen Arbeitskollegen, zum anderen haben sie durch Schwangerschaft und die spätere Kindererziehung Auszeiten genommen oder in Teilzeit-Jobs gearbeitet. Aus diesen Gründen erhalten Frauen häufig nur rund 60 Prozent der Rente der Männer. Daneben sind auch Personen betroffen, die häufig arbeitslos sind oder Jobs mit niedrigem Einkommen ausüben – aufgrund dessen reduzieren sich ihre Rentenansprüche.

Niedriglöhne als wachsendes Problem

Besonders die Niedriglöhne sorgen dafür, dass Altersarmut entsteht; denn Geringverdiener können kaum in ihre gesetzliche, geschweige denn in eine private Altersvorsorge einzahlen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Arbeitnehmer aufgrund von physischen oder psychischen Erkrankungen früher als geplant ihre Arbeit aufgeben müssen. Derzeit liegt das Armutsrisiko bei den 65-Jährigen und Älteren bei 15,6 Prozent - das sind rund 2,6 Mio. Rentner. Um gegen ihre Armut zu kämpfen, ist ungefähr eine halbe Million der Rentner gezwungen, die Grundsicherung im Alter zu beziehen. Nur so können sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und ihre Existenz sichern. Hinzu kommt, dass im Juni 2014 etwa 918.000 Rentner geringfügig beschäftigt waren. Davon sind etwa 162.000 Senioren 75 Jahre und älter.

Gründe für die Altersarmut in Deutschland

  • Der demographische Wandel
  • Ein sinkendes Rentenniveau
  • Niedrige Zinsen

Nach Angaben des statistischen Bundesamts haben im März 2015 insgesamt 511.915 Rentner die Grundsicherung im Alter bezogen – darunter sind insgesamt mehr Frauen (61 Prozent) als Männer (39 Prozent). In Nordrhein-Westfalen nehmen mit 142.611 Betroffenen die meisten Personen in ganz Deutschland die Grundsicherung in Anspruch. Thüringen hingegen weist mit 5.250 Menschen den geringsten Anteil auf.
Nach Erhebungen der Bertelsmann Stiftung von 2017 stieg der Anteil armutsgefährdeter Menschen (älter als 65 Jahre) zwischen 2006 und 2013 von 10,4 auf 14,3 Prozent. Am niedrigsten war er 2013 in Berlin (11), Sachsen (11,5) und Hamburg (11,7 Prozent). Das Saarland (19,2), Rheinland-Pfalz (17,8) und Bayern (17 Prozent) wiesen die höchsten Quoten auf.
Des weiteren hat das Statistische Bundesamt im April 2016 eine Statistik zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung veröffentlicht.

Altersarmut definiert die Europäische Gemeinschaft wie folgt:

  • Maximal 60 Prozent des Medianeinkommens - armutsgefährdet
  • 2013 waren 60 Prozent 1003,02 Euro in Deutschland
  • Maximal 40 Prozent des Medianeinkommens - arm
  • 40 Prozent des verfügbaren Einkommens in Deutschland
    betrug 668,68 Euro
  • Oftmals wird in den Medien und der Politik auch dann von Armut
    gesprochen, wenn das monatliche Einkommen unter 900 Euro liegt

Wer ist von Altersarmut bedroht?

Besonders bedroht von Altersarmut sind Frauen: Zum einen verdienen sie bei gleicher Arbeit oft weniger als ihre männlichen Arbeitskollegen, zum anderen haben sie durch Schwangerschaft und die spätere Kindererziehung Auszeiten genommen oder in Teilzeit-Jobs gearbeitet. Aus diesen Gründen erhalten Frauen häufig nur rund 60 Prozent der Rente der Männer. Daneben sind auch Personen betroffen, die häufig arbeitslos sind oder Jobs mit niedrigem Einkommen ausüben – aufgrund dessen reduzieren sich ihre Rentenansprüche.

Rentenzugang 2015 - Zahlbeträge Altersrente in Euro

Gesamt West Ost
Männer 1006 1014 973
Frauen * 633 583 860
Männer und Frauen 810 785 917

* Der durchschnittliche Zahlbetrag im Rentenzugang bei Frauen ist auch im Jahr 2015 stark von einem einmaligen Sondereffekt geprägt: Viele, vor allem westdeutsche Frauen im Alter über 65 Jahren haben durch eine Einführung der Mütterrente erstmals die Wartezeit von 5 Jahren für einen Rentenanspruch erlangt und senken mit den damit verbundenen geringen Zahlbeträgen den Druchschnitt spürbar.
Quelle : Statistik der Deutschen Rentenversicherung

Niedriglöhne als wachsendes Problem

Besonders die Niedriglöhne sorgen dafür, dass Altersarmut entsteht; denn Geringverdiener können kaum in ihre gesetzliche, geschweige denn in eine private Altersvorsorge einzahlen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Arbeitnehmer aufgrund von physischen oder psychischen Erkrankungen früher als geplant ihre Arbeit aufgeben müssen. Derzeit liegt das Armutsrisiko bei den 65-Jährigen und Älteren bei 15,6 Prozent - das sind rund 2,6 Mio. Rentner. Um gegen ihre Armut zu kämpfen, ist ungefähr eine halbe Million der Rentner gezwungen, die Grundsicherung im Alter zu beziehen. Nur so können sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und ihre Existenz sichern. Hinzu kommt, dass im Juni 2014 etwa 918.000 Rentner geringfügig beschäftigt waren. Davon sind etwa 162.000 Senioren 75 Jahre und älter.

Gründe für die Altersarmut in Deutschland

  • Der demographische Wandel
  • Ein sinkendes Rentenniveau
  • Niedrige Zinsen

Nach Angaben des statistischen Bundesamts haben im März 2015 insgesamt 511.915 Rentner die Grundsicherung im Alter bezogen – darunter sind insgesamt mehr Frauen (61 Prozent) als Männer (39 Prozent). In Nordrhein-Westfalen nehmen mit 142.611 Betroffenen die meisten Personen in ganz Deutschland die Grundsicherung in Anspruch. Thüringen hingegen weist mit 5.250 Menschen den geringsten Anteil auf.
Nach Erhebungen der Bertelsmann Stiftung von 2017 stieg der Anteil armutsgefährdeter Menschen (älter als 65 Jahre) zwischen 2006 und 2013 von 10,4 auf 14,3 Prozent. Am niedrigsten war er 2013 in Berlin (11), Sachsen (11,5) und Hamburg (11,7 Prozent). Das Saarland (19,2), Rheinland-Pfalz (17,8) und Bayern (17 Prozent) wiesen die höchsten Quoten auf.
Des weiteren hat das Statistische Bundesamt im April 2016 eine Statistik zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung veröffentlicht.

Unterstützen

Mit Ihrer Hilfe können wir viel bewegen.

Gerne können Sie Ihre Spende den Themen Altersarmut oder Gewalt im Alter zuweisen. Jeder eingegangene Cent der zweckgebundenden Spenden geht direkt und ohne Abzug an die Bedürftigen. Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen von uns zugesandt.

Mehr erfahren

Altersarmut und Gewalt im Alter dürfen keine Zukunft haben!